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Videos und DVDs des schwulen Labels Heinz und Horst aus Berlin.

Mutti - Der Film

Mutti ist wieder da - und diesmal kommt sie in Spielfilmlänge!

Vor allem in der Berliner Szene ist "Mutti" allseits bekannt. Die fünfteilige  Skandalserie "Alle lieben Mutti" von 2001 gibt einen Vorgeschmack auf das, was uns im Langfilm erwartet. Derbe Späße in einer unabhängig produzierten Actioncomedy am Rande der Geisteskrankheit.

Mutti - das ist die Anarcho-Figur von Ades Zabel -  hat ein Hobby: Sex. Möglichst oft und möglichst von hinten. Dabei stört das Töchterchen Biggy natürlich schon durch bloße Anwesenheit. Deshalb wird sie - trotz Erkältung - auch zur Schule geschickt. Auf dem Heimweg kauft sie sich eine Wundertüte mit Süßkram; darunter einem Ohr... Und das kann Gedanken lesen. 

Dummerweise sind an diesem Wunderding auch noch andere Leute interessiert, ein penetranter Dicker z.B.. Und die mysteriöse Frau in Schwarz. Klar, dass es dramatisch wird. Eine rasante Verfolgungsjagd beginnt, doch Biggi gelingt es, die beiden abzuschütteln und sicher nach Hause zu gelangen.
Aufgeregt erzählt Biggi Mutti von ihrer sensationellen Entdeckung, aber die hat anderes im Sinn: den Klempner. Dann entführt der Dicke Biggi, um Mutti das Ohr abzupressen.
Mutti nutzt die Gelegenheit und genießt mit ihrer Nachbarin Frau Buttweiser einen schönen Abend auf der Suche nach Suff und Sex. Letztlich macht sich Mutti aber mit ihrer nächtlichen Zufallsbekanntschaft, einem gutaussehenden Zeitungsausträger, auf die Suche nach ihrer Tochter....

Bei der Produktion standen den Laiendarstellern viel Prominenz aus der Homoszene beiseite; die "Creme de la Gleitcreme" sozusagen. Für Fans des schrägen Humors nach Art der Berliner Schnauze ein Hochgenuß.

Erhältlich als VHS und DVD, die dann mit vielen Extras im Internetshop des Verlages. 

Tipp für SchwuleTipp für TransenSpielfilm Trash
Deutschland 2003
Regie: Biggy van Blond, Jörn Hartmann, Klaus Purkart, Ades Zabel

Darsteller und Rollen: 

Ades Zabel ... Mutti/Kellner/Schwarze Frau
Biggy van Blond .... Biggy 
Brenda Morelli .... Brenda Buttweiser 
Helga Legrelle .... Frau in Schwarz 
Gert Thumser .... Dicker Mann 
Klaus Purkart .... Zeitungsmann 
Georg Uecker .... Georg Uecker 
Meret Becker .... Dr. Loch 
Bob Schneider .... Jutta Hartmann 
Achim Staude .... Uschi Sobotta 
Ulrike Folkerts .... Zahnärztin 
Désirée Nick .... Barfrau Disco 
Christoph Marti .... Barchefin Lore 
Tobias Bonn .... Bargast 1 
Stefan Kurt .... Bargast 2 
Torsten Dietz .... Klempner 
Jens Hammer .... Muttis Quickie 
Andreja Schneider .... Techno-Girlie 
Tetta Müller .... Dr. Schnittberger 
Lo Malinke .... Opfer 
Ulrike Schirm .... Frau am Tresen 
                                                                  
                                                  

Prinz in Hölleland

Michael Stocks Film "Prinz in Hölleland" um den schwulen Junkie Jockel hatte bei seiner Kinoauswertung 1993 mehr als 60.000 Zuschauer, lief auf den wichtigsten Filmfestivals der Welt und wurde mit Publikumspreisen ausgezeichnet. Trotzdem hat es zehn Jahre gedauert bis dieses Werk zum ersten Mal fürs Heimkino erhältlich ist.

In diesem "Märchen aus Hölleland" begehrt der Prinz nicht eine Prinzessin, sondern den Müllersburschen. Zwei Figuren aus einem Kasperletheater, mit dem Firlefanz von der Wagenburg die Junkies am Kottbuser Tor in Berlin unterhält. Die Handpuppengeschichte liefert den Rahmen für den Film. In der Haupthandlungsebene liegen den beiden Figuren der Jockel (Jochen) und der Stefan zu Grunde. Zwei schwule Jungs, die zusammen in der Wagenburg leben und anfangs noch ein Liebespaar sind. Aber sie entfernen sich im Laufe der Geschichte voneinander. Micha, ein schweizer Freund der Beiden ist auch noch mit von der Partie und so liefern viel schwuler Sex und jugendliche, wohlgeformte Körper eine Menge Hingucker. Schließlich verlieren sich Jockel und Stefan in einem Rausch von Sex, Drogen, Gewalt und Eifersucht.

Die Vermischung der verschiedenen Handlungsebenen (Realität mit Jockel, Stefan und Micha und demgegenüber das Puppenspiel bzw. die Erzählung von Firlefanz; zusätzlich dazwischen eine nochmalige Verquickung der beiden Ebenen durch die Tatsache, dass Firlefanz auch in der Realität eine Rolle spielt) gibt dem Film eine beeindruckende Dynamik. Das klingt viel komplizierter, als es in Wirklichkeit ist. Als Zuschauer kann man den Protagonisten gut in die Abgründe der Personen, Gesellschaft und Geschichte folgen.

Gut einfangen ist das langsame Abgleiten der Hauptfiguren in den Drogensumpf. Alles fängt so harmlos an mit ein wenig Kiffen hier und da, dann Schnupfen von Koks und schließlich die Nadel mit H. Das vermeintliche Idyll der Wagenburgler wandelt sich langsam aber unaufhaltsam zum titelgebenden Hölleland.

Schauspielerisch wissen die Akteure in dem schwierigen Milieu zu überzeugen. Ob der drastischen Bilder nichts für schwache Nerven; aber den Nerv getroffen.

Erhältlich als VHS und DVD, die dann mit diversen Untertiteln im Internetshop des Verlages. 

Tipp für SchwuleDrama
Deutschland 1993

Buch: Michael Stock, Stefan Laarmann, Wolfram Haack

Regie: Michael Stock

Darsteller und Rollen: 

Wolfram Haack ... Firlefanz
Stefan Laarmann ... Stefan 
Michael Stock .... Jockel 
Andreas Stadler ... Micha
Nils-Leevke Schmidt ... Sascha
Harry Baer ... Ingolf (Dealer)
Simone Spengler ... Sabine
Andreja Schneider ... Sängerin
                                                  

 

Saudade - Sehnsucht

Drei Jungs - eine Liebe - ein Mord.

In Cyrus' Vaters Haus hat er Tim und Erik eingeladen, in Brasilien ein paar lockere Monate zu verleben. Pool, Sonne und eine Haushälterin. Was will Mann mehr ;-) 
Da aber auch in Brasilien das Leben nicht kostenlos ist, verdienen sich die drei Schwulen etwas dazu, indem sie vor eine Pay-Webcam posieren. Tim sieht zwar recht gut aus - er ist mehr der hagere Typ - aber die zahlenden Webcam-User wollen meist Erik vor der Kamera sehen. Die Kunden sind bald nicht mehr zufrieden, was sie an Soft-Erotik zu sehen bekommen. Sie fordern mehr. Doch die Jungs zögern noch, ihr Intimstes preiszugeben.
Star der Auftritte ist zweifellos Erik, der als blonder Jüngling nicht nur die Herzen südamerikanischer Homos höher schlagen lässt. Bei seinen Ausflügen in die örtliche Schwulenszene ist er heißbegehrt. Nach einem Diskothekenbesuch trifft er sich am Strand mit einem Brasilianer. Im Eifer des Gefechtes kommt es zu einem dramatischen Ereignis.

Der verstörte Erik trifft genau in diesem Moment auf Miguel. Einem betörenden, jungen, schwarzen Schauspieler aus einer Telenovela, die Erik so gerne sieht. Langsam bahnt sich zwischen den Beiden etwas an. Yammi-yammi...
Doch ein schreckliches Geheimnis steht zwischen ihnen. Kann sie ihre Sehnsucht retten?

Der Film läuft zum großen Teil auf Deutsch, die Englischen oder Portugiesischen Teile sind deutsch untertitelt. Man kann dem Geschehen also gut folgen.

Regisseur Brüning hat vor diesem abendfüllenden Spielfilm hauptsächlich Kurzfilme und Pornos gemacht. Insbesondere die bei den Letzteren gesammelten Erfahrungen konnte er in Saudade gut einbringen. Es ist übrigens so eine Art Fortsetzung des Films "West fickt Ost", der schon 2001 mit fast den gleichen Hauptdarstellern Furore gemacht hat.

Erhältlich als VHS im Internetshop des Verlages. 

Tipp für SchwuleDrama
Deutschland 2003

Regie: Jürgen Brüning

80 Min.

Darsteller und Rollen: 

Hendrik Scheider ... Erik
Aldri D'Anunciaçao ... Miguel
Tarik Qazi ... Cyrus
Daniel Bätscher ... Tim
Maria Lucia da Silva Ludwig ... Maria

sowie
Marilza da Cruz Pinto Gregião, Zezé Motta, 
Sergio Menezes, Marcelo Rodrigues, Márcio Rodrigues, Vladimir J. O. Filho

 

 

WO kaufen?

Immer wieder werden wir gefragt, wo mann die bei Heinz und Horst erschienen Filme auf Video/DVD kaufen könne. Am besten direkt im Internetshop des Verlages. 


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